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Subkonferenz Politik 2.0 auf der re:publica’09

Nächste Woche findet in Berlin bereits zum dritten Mal die re:publica statt, die sich selbst als “Social-Media-Konferenz” bezeichnet und sich mittlerweile zu einem Event mit über 1,000 Besuchern gemausert hat, auf dem mit Lawrence Lessig (Code is Law, Creative Commons), Jimmy Wales (Wikipedia) und Cory Doctorow (boingboing.net) ein paar echte Größen der Netzkultur vertreten sind.

Gleichzeitig wird es in diesem Jahr eine von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Subkonferenz zum Thema “Politik 2.0 – Neue politische Öffentlichkeiten im Netz” geben. Es verspricht eine bunte Mischung von Beiträgen zu werden, wobei der Fokus wohl vor allem auf der Vorstellung der Arbeit von Aktivisten und einigen Diskussionsrunden liegt. Das ist spannend und sehr nützlich, allerdings nährt es meine (hoffentlich unbegründete) Sorge, dass am Ende die kritische Auseinandersetzung mit dem Potential von Technologie für politische Beteiligung etwas zu kurz kommt beziehungsweise im Rahmen der vom Publikum zu erwartenden positiven Grundhaltung zur Politik im Netz untergeht.

der geneigte Leser verzeihe die Werbung in eigener Sache :)

Umso mehr freue ich mich, in diesem Rahmen die Möglichkeit zu haben, über die umfassende Evaluation eines sehr erfolgreichen und etablierten eDemokratie-Projektes aus Großbritannien zu sprechen. Mein Vortrag auf der re-publica wird die sich mit WriteToThem.com beschäftigen, einer Webseite der britischen eDemokratie-Pioniere mySociety mit Hilfe derer britische Bürger Kontakt mit ihren Abgeordneten aufnehmen können – eine Funktion, die in Deutschland zum Teil von Abgeordnetenwatch erfüllt wird. Die Ergebnisse machen deutlich, dass ein paar Hoffnungen bezüglich einer größeren politischen Beteiligung übers Netz zwar berechtigt sind, räumen aber gleichzeitig mit einigen der Mythen der egalitären (politischen) Kommunikation im Internet auf und zeigen anhand empirischer Daten, dass es noch ein weiter Weg zu einer gleichberechtigteren politischen Teilhabe ist, bei der die Rolle von Informationstechnologien nicht überschätzt werden sollte. In diesem Sinne hoffe ich auf eine spannende Diskussion!

Die Tickets sind mittlerweile ausverkauft, es wird aber wohl Live-Streams geben.

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Dieser Beitrag wurde am 24.03.2009 um 18:49 in der Kategorie E-Partizipation, Veranstaltung, Wissenschaft veröffentlicht. Du kannst der Konversation durch das abonnieren des RSS 2.0-Feeds folgen. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder von deiner eigenen Seite auf den Beitrag verweisen.

 

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