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Sammelsurium: Kritik an Petitions-Webseite des Bundestages, “A user perspective on WriteToThem.com”, Bürgerjournalismus und Demokratie

Alvar Freude hat sich ausführlich mit der neuen Online-Petitionsplattform des Bundestags beschäftigt und kommt zu einem vernichtenden Urteil:

So aber kann man dem Bundestag nur einen Rat geben, den ich verschiedenen Kunden leider auch gelegentlich geben muss: wegwerfen und neu schreiben (lassen). Das ist zwar bitter, aber dennoch die mittelfristig beste Lösung.
[...]
Dass die Umsetzung der Online-Petitions-Webseite alles andere als optimal ist, ist deutlich zu sehen: Schlechte Bedienung, fehlende Funktionalität bzw. nicht eingehaltene Anforderungen, mangelnde Barrierefreiheit, sicherheitskritische Basis, altbackenes Design und rechtswidrige Datenabfrage. Man kriegt eben das, was man bezahlt. Natürlich kann man in einigen der hier genannten Kritikpunkte anderer Meinung sein, aber bei einem Projekt des Bundestages habe ich einfach besonders hohe Ansprüche!

In gewisser Weise wird die neue Webseite allerdings dem gerecht, was den Petitionsausschüssen von Bund und Ländern nachgesagt wird: sie würden wenig wahrgenommen, seien das Stiefkind aller Ausschüsse und für Abgeordnete, die angeblich sonst nichts können. Aber gerade deswegen wäre ein moderner, gut bedienbarer und zukunftsweisender Auftritt nötig, nicht ein Rückschritt ins Web 1.0.

In einem weiteren Beitrag moniert er zu Recht detailiert die Themen Barrierefreiheit und die lange Zeit von acht Tagen bis zur Behebung einer Sicherheitslücke im elektronischen Petitionssystem des Bundestags.
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Tobias Escher (Oxford Internet Institute) hat auf der edemocracy’08 die erste Ergebnisse seiner Online-Umfrage des MySociety.org-Projekts WriteToThem.com vorgestellt. Seine Präsentation (PDF) bietet sehr interessante Informationen über die Nutzer der Plattform, die es Bürgern erleichtern soll mit ihren politischen Repräsentanten in Kontakt zu treten. Mehr dazu auch auf seinem Blog.
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Auch Helen Boaden, Direktorin von BBC News, sprach auf der edemocracy’08 in London. Für alle die nicht da sein konnten veröffentlichte sie ihre Keynote über die Rolle von Bürgerjournalismus in modernen Demokratien und den Umgang der etablierten Medien mit dem Thema. Fazit: Sehr lesenswert!

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Dieser Beitrag wurde am 20.11.2008 um 23:06 in der Kategorie E-Partizipation, Gedanken, Internationales veröffentlicht. Du kannst der Konversation durch das abonnieren des RSS 2.0-Feeds folgen. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder von deiner eigenen Seite auf den Beitrag verweisen.

 

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