Brasilianisches Parlament startet soziales Netzwerk
Nächsten Mittwoch (am 3.6.2009) will das brasilianische Parlament ein eigenes soziales Netzwerk starten. Ziel ist die Ausweitung der Debatten zu Gesetzesentwürfen und die Einbeziehung der Bevölkerung in den Prozess. Laut der Webseite folha.uol.com.br sollen die Repräsentanten in dem Netzwerk mit Profilen vertreten sein und dadurch mehr Offenheit des Parlaments signalisiert werden. Im Unterschied zu den bestehenden Netzwerken wie Facebook.com oder dem in Brasilien stark verbreiteten Orkut, ist diese Plattform einzig und allein für die Debatte rund um Gesetzesentwürfe gedacht. Den Medienbruch will der Projektverantwortliche Cristiano Ferri durch regelmäßige Reports an alle Mitglieder des Parlaments überwinden. Die Software basiert auf einer Art Wiki, die es allen Stakeholdern erlauben soll, sich an dem Entwurf eine Gesetzes zu beteiligen. Kritiker monieren die Themenauswahl für die erste Debatte (klassisch: Klimaschutzgesetzgebung) und die starken Einschränkungen der Plattform – aber auch wenn das Netzwerk nicht als Protestplattform genutzt werden darf und ausschliesslich “konstuktive Kritik erlaubet” ist, so ist dieser Weg doch ein interessanter und wichtiger Schritt. Er sensibilisiert für elektronische Beteiligung und öffnet einen weiteren direkten Kanal zwischen Volk und Volksvertretern. Bleibt abzuwarten ob sich das Konzept auszahlt…
Mehr dazu auch in den (von Google übersetzten) konstruktiv-kritischen Beiträgen auf folha.uol.com.br und auf gizmodo.com.br.
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January 9th, 2010 at 18:30
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