e-demokratie.org

eDemocracy Links des Tages

Das eGovBlog interviewt Eric Legale, Organisator des World e-Democracy Forums.

ZDF visualisiert Bundestags-Abstimmungen mit dem Parlameter. [via netzpolitik.org]

Candi Harrison, ehemalige US-Regierungsmitarbeiterin, hat ein paar gute und lesenswerte Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Regierung und Bürger.

Call for ideas: Imagining future eParticipation

David Osimo, ehemaliger Mitarbeiter der Europäischen Kommission und eGovernement-2.0-Blogger, ruft anslässlich des siebenten EU ICT Framework Programms zu einem Call for ideas für E-Partizipation auf. Ziel ist es Ideen zu sammeln, die die Kosten für Partizipation senken, die Relevanz von Beteiligung erhöhen und/oder den Umgang mit elektronischer Teilhabe vereinfachen.

Die Ideen können zum einen im eigenen Blog (mit dem technorati tag “egov2research” versehen) oder über die egovernance community auf epractice.eu beigetragen werden.

Sammelsurium: Brookings International eGovernment Report 2008, Literaturliste zum Thema Bürgerhaushalte, ver.di’s eGovernment Forderungen

Vor kurzem wurde von dem US-amerikanischen Think Tank Brookings Institution der umfangreiche Brookings International eGovernment Report 2008 (PDF) veröffentlicht. Inhalt:

This report reviews the current condition of electronic government and makes practical suggestions for improving the delivery of information and services over the Internet. Using a detailed analysis of 1,667 national government websites in 198 nations around the world undertaken in Summer 2008, this report studies the types of features available online, the variation that exists across countries, and how current e-government trends compare to previous years, as far as 2001.

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Oliver Märker (Zebralog e.V.) hat auf buergerhaushalt.org eine interessante und aktuelle Literaturliste zum Thema Bürgerhaushalte veröffentlicht. Für Interessierte sehr empfehlenswert und hier abrufbar.
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Auf der Konferenz „Öffentliche Dienste 2.0“ der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) entstand als Ergebnis das Berliner Manifest: Öffentliche Dienste 2.0 - Die Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft stärken!. Einblick in die Forderungen der Gewerkschaft bekommt man drüben auf netzpolitik.org.

Call for Papers: International e-Society Conference 2009

Vom 25.-28. Februar 2009 findet in Barcelona die IADIS E-SOCIETY 2009 statt. Die Veranstallter bitten um Einsendung von Papers.

* Conference Background and Goals
The IADIS e-Society 2009 conference aims to address the main issues of concern within the Information Society. This conference covers both the technical as well as the non-technical aspects of the Information Society. Broad areas of interest are eSociety and Digital Divide, eBusiness / eCommerce, eLearning, New Media and E-Society, Digital Services in eESociety, eGovernment /eGovernance, eHealth, Information Systems, and Information Management. These broad areas are divided into more detailed areas (see below). However innovative contributes that don’t fit into these areas will also be considered since they might be of benefit to conference attendees.

* Format of the Conference
The conference will comprise of invited talks and oral presentations. The proceedings of the conference will be published in the form of a book and CD-ROM with ISBN, and will be available also in the IADIS Digital Library (online accessible). The best paper authors will be invited to publish extended versions of their papers in the IADIS Journal on WWW/Internet (ISSN: 1645-7641) and other selected Journals.

* Types of submissions
Full and Short Papers, Reflection Papers, Posters/Demonstrations, Tutorials, Panels and Doctoral Consortium. All submissions are subject to a blind refereeing process.

* Topics related to the Information Society are of interest. These include, but are not limited to the following areas and topics:

Social Software
• E-Democracy
• Social Integration
• Democracy and the Citizen
• eAdministration
• eGovernment Management
• Social Inclusion
and much more

* Important Dates:
- Submission deadline: 20 October 2008
- Notification to Authors: 17 November 2008
- Final Camera-Ready Submission and Early Registration: Until 15 December 2008
- Late Registration: After 15 December 2008
- Conference: Barcelona, Spain, 25 to 28 February 2009

Mehr Informationen unter: http://www.esociety-conf.org/

The Future of Collaborative Government = The Future of Public Advisory?

Change your world or the world will change you

Diese “Drohung” Dieser Slogan begleitet eine Kampagne der Deloitte Consulting Group der öffentlichen Verwaltung das Web 2.0 (+ Mitmach-Auswirkungen) näher zu bringen (und zu verkaufen). Kooperatives Regieren heißt dabei die Devise des weltweit größten Wirtschaftsprüfer- und Beratungsunternehmens.
Am 3. Juni 2008 traffen sich deshalb namenhafte Vertreter der US-amerikanischen Regierung sowie der bereits genannten Beraterfirma auf einer Konferenz der National Academy of Public Administration und erarbeiteten “gemeinsam” einen “Fahrplan für die Umsetzung von Veränderungen in der Verwaltung für ein stärker kooperatives Modell des Regierens” unter dem Einsatz von ICT und Web 2.0. Ergebnis sind vier lustig gemalte aber auch informative Skizzen als PDF zum Download:
- (”große”) Ideen des kooperativen Regierens
- die Zukunft der “kollaborativen Regierung”
- möglichen Tools (im Web 2.0)
- Fahrplan zur Umsetzung dieser Ideen, Tools im Web (2.0)
Trotz der netten Bildchen und der interessanten Herangehensweise bleibt abzuwarten, welchen Einfluss die Aktivitäten der Public Advisory-Abteilungen der Beratungsfirmen auf die “Demokratisierung der Expertise” haben und ob es sich dabei um symbolische Politik oder echte Mitbestimmung handelt.

Bleibt letztlich nur die passende “Erkenntnis” von Christoph Dowe (ehemaliger Geschäftführer politik-digital.de):

Warum sich so wenige Menschen für e-Demokratie interessieren?
Und so viele für e-Administration?

Democracy is not a business case.

Linktipp: cc:eGov - Organisational change for citizen-centric eGovernment

Schon vor einiger Zeit bin ich (eher durch Zufall) auf die Seite von cc:eGov - Organisational change for citizen-centric eGovernment gestoßen. Seit Juni 2006 widmet sich das Projekt (unterstützt durch die Europäische Kommission - DG Information Society and Media) dem Thema Bürgerorientiertes E-Government (citizen-centric eGovernment). Ursprüngliches Ziel der Initiatoren war die Erstellung eines “Handbook’s for Citizen-centric eGovernment” (PDF, 416 Kb), das bereits im Dezember 2007 veröffentlicht wurde. Auf der Webseite findet man allerdings auch weitere interessante Beiträge und Erklärungen rund um das Thema E-Government. Darüber hinaus bieten die öffentlich-zugänglichen “Think Papers” hervorragende Ansätze zu gutem E-Government. Auch wenn nach der Veröffentlichung des Handbuchs die Seite kaum noch aktualisiert wurde, stellt sie eine großartige Quelle für Informationen mit einem modernen und bürgerorientierten Ansatz von E-Government dar. Jeder der sich für E-Democracy und E-Government interessiert, sollte zumindest mal einen Blick auf die Seite geworfen haben.

Sammelsurium: E-Government in Berlin, European eDemocracy Award, E-Petitionssystem für das britische House of Commons

Der European eDemocracy Award wird jährlich vom Politech Institute (”European Center of Political Technologies”) und IP-Label (”Messinstitut für digitale Dienste”) für ca. 50 ausgewählte Projekte in den 27 (nicht mehr 25, wie fälschlicherweise behauptet) EU-Mitgliedstaaten in dem Bereich der elektronischen Demokratie vergeben. Die Wertung erfolgt durch die zwei Indexmethoden der beiden Preisverleiher. Mehr dazu findet man auf den (grauenhaften) Seiten des Politech Institute. Noch bis zum 8. August können Vorschläge per Mail an rodrigogr@politech-institute.org für den Wettbewerb eingereicht werden. Die Gewinner werden unter anderem zum World e-Democracy Forum (mehr dazu hier) in Frankreich eingeladen.
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Das aktuelle “Thema des Monats” der (Senats-)Initiative Berlin ist E-Government. Auf der Webseite des Projekts Zukunft der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen findet man viele nette (PR-)Texte über die Fortschritte der Berliner Verwaltungsmodernisierung dank E-Government und warum E-Government “mittlerweile ein handfester Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor für Bund, Länder und Kommunen” ist. Im ersten Fortschrittsbericht vom Juni 2008 (Achtung: PDF) findet man viele wirklich interessante Informationen zum Thema E-Government in Berlin und in ganz Deutschland. Das Interview mit dem Berliner E-Government-Verantwortlichen ließt sich zwar eher wie ein Teil einer Pressemappe, enthält aber trotzdem zahlreiche Informationen zu den Berliner E-Government-Bemühungen. Themenbereiche wie elektronische Bürgerkonsultation und Bürgerbeteiligung werden bei der Berliner Strategie leider nicht berücksichtigt.
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Das britische Unterhaus (House of Commons) hat bereits gestern bekanntgegeben, dass man ein parlamentarisches elektronisches Petitionssystem plane. Nach dem “Erfolg” des E-Petitionssystems des Premierministers will man auf der Insel nun auch auf parlamentarischer Ebene die elektronische Petitionen in die politischen Entscheidungsfindungsprozesse einfließen lassen. Weitere Ziele des Projekts: die Beteiligung der Bürger zu stärken und das Parlament und die Bürger wieder enger miteinander zu verbinden. Mehr dazu auf der Webseite der Hansard Society.

E-Partizipation als Möglichkeit über das Internet politische Botschaften an die Bürger zu verschicken?

Vor über 3 Jahren, am 1.6.2005, hat die Europäische Kommission das Strategiepapier “i2010 - Eine europäische Informationsgesellschaft für Wachstum und Beschäftigung” an den Rat, das europäische Parlament und weitere Institutionen der Europäischen Union übermittelt. Mit der i2010-Initative wollte man, als Kernpunkt der überarbeiteten Lissabonner Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung, auf ein integriertes Gesamtkonzept für die EU-Politik im Bereich der Informationsgesellschaft und der audiovisuellen Medien hinarbeiten. “Zusätzliche Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der IKT-Verbreitung in Europa”, sowie die “digitale Integration, Verbesserung der öffentliche Dienste und Erhöhung der Lebensqualität” stellten nur die Eckpunkte der umfangreichen Zielvereinbarungen dar. Im ursprünglichen Strategiepapier fehlte von dem Thema elektronische Beteiligung noch jede Spur.
Anders in der im April 2008 veröffentlichten “Halbzeitüberprüfung” der Initiative i2010. Dort heißt es:

Die soziale Vernetzung (das „partizipative Internet“) ist einer der Wachstumsbereiche der letzten vier Jahre und eine der populärsten Internet-Anwendungen in Europa (nach E-Mail und Online-Abfrage). [...] Im Rahmen der Initiative zur „E-Beteiligung“ (eParticipation) wird untersucht, inwieweit über das Internet politische Botschaften an die Bürger gelangen können.

Liebe Kommission, E-Partizipation ist viel mehr: es geht nicht nur um das Internet und die Verbreitung politischer Botschaften an die Bürger! Das Konzept der elektronischen Beteiligung basiert auf dem Grundgedanken der Kombination von Information, Konsultation und Partizipation mit Hilfe aller elektronischen Medien. Schade, dass das im Rahmen der Ziele der i2010 nicht klar kommuniziert wird.

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